Feldmusik Seewen
Seit über 100 Jahren musikalisch durch Dick und Dünn

Spitzenplätze für Seewen und Sattel

Auch am zweiten Wochenende des Eidgenössischen Musikfestes waren acht Schwyzer Vereine mit dabei. Sie haben teilweise hervorragende Resultate erzielt.

Von René Steiner, Neue Schwyzer Zeitung, 28.06.2011

Nach dem mehr oder weniger verregneten ersten Wochenende - die Organisatoren sprechen von einer «zusätzlichen meteorologischen Herausforderung» - traf sich der zweite Teil der insgesamt 522 Musikvereine bei strahlendem Festwetter und vielen Erwartungen wiederum in der Ostschweizer Metropole St. Gallen. Unter ihnen die Schwyzer Vereine aus Oberiberg, Sattel und Seewen.

Das liebt das Publikum
Der Musikverein Sattel avancierte mit seinem Programm zum Publikumsliebling, sein «Schwiizerisch» war ganz nach dem Gusto der Zuschauer, die mit Applaus nicht sparten. Während und nach der Vorführung hörte man Bemerkungen wie «Das hett de Arbet gäh» oder «Das isch de guet gsi». Und das Fachpublikum stellte fest: «Diese (zahlreichen) Schrittwechsel» und «Die gönd ja hindersi und fürsi». Mit diesen Feststellungen gelangt mehr zum Ausdruck als die 85 Punkte und der ausgezeichnete dritte Schlussrang darlegen. Das Publikum wünscht solche gut einstudierten Shows zu sehen und zu hören. Jedenfalls kennen nun alle Zuschauer Tells Apfelschuss, wenn auch - frei von Schiller - in der musikalischen Variante der Sattler erzählt.

Konzertmusik mit Schwyzern
«Bitte die Türen schliessen», Musikfest-Fanfare und dann charmante Ansagen kündeten auch die beiden Konzertvorträge für die Feldmusik Seewen in der ehemaligen Lokremise an. Entgegen den Befürchtungen erwies sich dieser Raum hervorragend zum Bewerten. Dies auch im Urteil der Experten. Und so fuhren draussen Züge vorbei, während sich die wenigen Zuhörer an den packenden Interpretationen des Aufgabenstücks Quingenti und des Selbstwahlstücks Ratafia erfreuen durften. Unter der Leitung von Alex Maissen konnten die Seebner Musikanten ihr ganzes Können entfalten. Grosser Jubel begleitete die Bekanntgabe der Punktzahlen. Die 93 und 92, also insgesamt 185 Punkte, bedeuteten Rang 2.

Gestartet und schon wieder vorbei
Das 33. Eidgenössische Musikfest St. Gallen 2011 ist Vergangenheit. Tausende Besucher begleiteten und applaudierten begeistert die zahlreichen musikalischen Leckerbissen. Das laut Organisatoren «grösste Blasmusikfest der Welt» ist erfolgreich zu Ende gegangen.

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