Feldmusik Seewen
Seit über 100 Jahren musikalisch durch Dick und Dünn

Mitglieder-Interview mit Erich Kaufmann

In der Vereinszeitschrift «FMS-News» wird jeweils ein Mitglied von Thomas Kaufmann ausgefragt. Durch diese Interviews lernen auch die anderen FMS-Gschpändli ihre Musikkolleginnen und -kollegen von einer Seite abseits der Tonwelt kennen.

FMS-Interview

Heute mit: Erich Kaufmann, Eb-Tubist aus Seewen
Geb. am 11.06.1951 / Eintritt: 01.01.1973

Erzähle uns von deiner musikalischen Vergangenheit!
Als ich ungefähr neun Jahre alt war, war ich fasziniert vom Handorgelspiel eines Freundes. Besonders der Schneewalzer hat es mir angetan. Mein Vater war ob dieser Idee allerdings gar nicht erfreut, so kamen als mögliche Instrumente die Posaune und die Trompete in die engere Auswahl. Posaune konnte ich aber auch nicht lernen, da meine Arme als zu kurz befunden wurden. So kam ich mit zehn Jahren als Trompeter in die erste Jugendmusik der Schweiz, nämlich diejenige in Zuchwil/SO.

Wie verlief dein musikalischer Werdegang weiter?
Mein Beruf brachte mich nach meinen Wanderjahren im Welschland 1970 nach Seewen. Wie lange ich hier bleiben würde, wusste ich damals noch nicht. Aus ursprünglich geplanten drei Monaten wurden viele Jahre. Mein damaliger Arbeitskollege, Sepp Huber, war zu diesem Zeitpunkt Präsident der Feldmusik Seewen. Durch seine Initiative trat ich 1972 unserem Verein bei.

Spielst du seither ausschliesslich in der Feldmusik Seewen mit?
Nein. Bereits in meinem ersten Vereinsjahr suchten Freunde von mir Bläser, da sie ihre Rockband zu einem Tanzmusik-Sextett erweitern wollten. Rock, Beat, Blues, Jazz etc. sagten mir schon immer zu und so gründeten wir 1973 das Happy Sound Sextett.

Wo seid ihr mit dieser Band überall aufgetreten, was waren eure grössten Erfolge?
Wir probten jede Woche von Montag bis Donnerstag jeweils am Abend zwei Stunden lang. Während mehrerer Samstage spielten wir in der Anfangszeit im Berghaus Stoos. Viele Engagements gab es in der Region Zürich, Gigs in Seewen und Umgebung spielten wir meist nur in der Fasnachtszeit. Zu den speziellen Erinnerungen zählen die zweimal 14 Tage im Hotel Palace in Wengen oder acht Auftritte im Dancing «Blackout» am Flughafen Kloten (heutiges Alpenrock-House). Als absolute Spitzenauftritte zähle ich diejenigen im Hotel Palace in St. Moritz.

Heute bist du Kantonaler Veteran. Wie wird deine musikalische Laufbahn weitergehen?
In der Blütenzeit meiner Tanzmusik-Karriere musste ich 1973 aus Zeitgründen meine Mitgliedschaft in der Feldmusik Seewen unterbrechen, 1979 gab ich allerdings als erster Seebner Musikant überhaupt ein Comeback in der FMS. Gerade deshalb freut es mich, wenn auch in der heutigen Zeit immer wieder ehemalige Musiggschpändli zu uns zurückkehren.

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